Das menschliche Ohr
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Was ist eigentlich Schall?

Erfahre hier das Wichtigste über den Schall und wie er sich ausbreitet. Wie unser Ohr funktioniert, was Frequenzen sind und welche davon wir hören können.

Stufe: 6
Lies den Text aufmerksam durch.

Infotext: Was ist eigentlich Schall?

Alles, was wir hören – ganz egal, ob Sprache, Musik, Geräusche oder einfach Lärm – nennt man in der Physik Schall. Aber Schall funktioniert ganz anders als Licht. Das, was wir hören, ist eigentlich bewegte Luft oder bewegtes Wasser, je nachdem, wo wir gerade sind. Im Weltraum ist es totenstill, weil es dort keine Luft gibt, welche man bewegen könnte.

Das ist alles ein wenig schwierig, sich vorzustellen, deshalb wollen wir gleich etwas ausprobieren, was diesen Effekt sichtbar macht: Wenn du ein Gummiband spannst und daran zupfst, dann schwingt es ein wenig. Wenn du es stärker spannst, dann hört man sogar einen Ton. Was passiert, wenn du das Gummiband stärker spannst?

Genau wie das Zupfen das Gummiband vibrieren lässt, so lässt es auch die Luft rundherum vibrieren. Der einzige Unterschied ist, dass man die Luft nicht sieht. Diese vibrierende Luft breitet sich in Form von unsichtbaren Wellen aus – den Schallwellen.

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Warum hört man im Weltall keine Explosionen, selbst wenn ein riesiger Stern explodiert?
Im Weltall gibt es keine Luft und auch kein anderes Medium, das Schallwellen weitertragen könnte. So ist es im Weltall immer ganz still.
Lies weiter, um mehr über Töne zu erfahren.

Infotext: Hohe und tiefe Töne: Das Hörvermögen des Menschen

Ähnlich wie beim sichtbaren Spektrum des Lichts, gibt es beim Schall einen Bereich, den wir Menschen hören können. Wie schnell eine Schallwelle schwingt, nennt man Frequenz. Gemessen wird sie in der Einheit Hertz (Hz). Die Einheit Hertz misst die Anzahl Schwingungen pro Sekunde. Tiefe Töne (wie das Brummen eines Schiffsmotors) haben eine tiefe Frequenz. Die Luft vibriert eher langsam. Hohe Töne (wie das Zwitschern eines Vogels) haben eine hohe Frequenz. Die Luft vibriert sehr schnell. Wir Menschen können Töne im Bereich von etwa 20 Hertz bis 20'000 Hertz hören.
Töne, die noch tiefer und für uns unhörbar sind, nennt man Infraschall – genau wie das Infrarotlicht beim Thema Optik, das wir mit blossem Auge ebenfalls nicht sehen können. Töne, die höher als 20'000 Hertz schwingen, nennt man Ultraschall. 

Wer hört was? Das Gehör der Tiere

Viele Tiere haben ein viel empfindlicheres Gehör als wir Menschen und nutzen Schallwellen, die wir gar nicht wahrnehmen:
  • Fledermäuse und Delfine: Nutzen Ultraschall zur Orientierung im Dunkeln oder unter Wasser. Sie stossen extrem hohe Töne aus und lauschen auf das Echo, das von Beutetieren zurückgeworfen wird (Echolotung).
  • Hunde und Katzen: Können ebenfalls Ultraschall hören. Deshalb gibt es spezielle Hundepfeifen, die für uns Menschen völlig lautlos sind, während der Hund sie aus grosser Entfernung deutlich hört.
  • Elefanten und Wale: Nutzen tiefe Infraschall-Wellen. Diese tiefen, brummenden Töne breiten sich über kilometerweite Strecken aus, sodass sich die Tiere über riesige Distanzen verständigen können.
Teste dein Hörvermögen mit verschiedenen Frequenzen auf dieser Seite.
In der Grafik siehst du einige weitere Tiere und die Frequenzen, die sie hören können.

Bild
Quelle: obs/Bundesinnung der Hörgeräteakustiker KdöR/biha
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Lies den Text über die Teile des menschlichen Ohrs.

Das menschliche Ohr: Wo alle Rätsel der Akustik zusammenkommen

Ähnlich wie das Auge alle physikalischen Regeln der Optik in sich vereint, ist unser Ohr perfekt auf die Akustik abgestimmt. Es funktioniert wie ein komplexes Aufnahmegerät und besteht aus drei Hauptteilen: 

  1. Das Aussenohr: Die Ohrmuschel funktioniert wie ein Trichter. Sie fängt die Schallwellen aus der Luft ein und leitet sie in den Gehörgang.
  2. Das Mittelohr: Am Ende des Gehörgangs trifft der Schall auf das Trommelfell, eine feine, straffe Haut. Die Schallwellen bringen das Trommelfell zum Vibrieren. Direkt dahinter liegen die drei kleinsten Knochen des menschlichen Körpers: Hammer, Amboss und Steigbügel (die Gehörknöchelchen). Sie nehmen die Vibrationen auf und verstärken sie.
  3. Das Innenohr: Hier befindet sich die Hörschnecke (sie sieht aus wie ein eingerolltes Schneckenhaus). Sie ist mit einer Flüssigkeit und winzigen Sinneshärchen gefüllt. Wenn die Flüssigkeit vibriert, bewegen sich die Härchen und wandeln die Bewegung in elektrische Signale um. Diese rasen über den Hörnerv direkt in dein Gehirn.

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Füge die Lückenwörter am richtigen Ort ein.
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Beschreibe die Teile des menschlichen Ohrs
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Schaue dir die 3D-Animation von verschiedenen Seiten genau an.
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