Junge mit angeklebtem Schnauz
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Dossier Sexualkunde

Die Pubertät ist die Etappe im Leben, in der sich der Körper und das Gehirn am meisten verändern. Hier erfährst du das Wichtigste, damit du weisst, was mit dir in den nächsten Jahren passiert und was sich verändert.

Stufe: 6
Lies den folgenden Text aufmerksam durch

Dein Körper verändert sich

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Seit du auf die Welt gekommen bist, hat sich dein Körper stark verändert: Deine Grösse hat sich fast verdreifacht und dein Gewicht rund verzehnfacht. Es ist also vieles passiert mit deinem Körper in den letzten 11 bis 12 Jahren, und Veränderungen werden dich das ganze Leben lang begleiten. Es gibt aber eine Etappe im Leben, wo sich der Mensch besonders schnell verändert, diesem Abschnitt nennt man Pubertät. Pubertas ist lateinisch und heisst «Geschlechtsreife», also der Moment, wo ein Mensch selbst Kinder haben und Vater oder Mutter werden kann. Vielleicht bist du erstaunt, dass dies so früh möglich ist, aber keine Angst, die Veränderungen passieren nicht von einem Tag auf den anderen. Es ist ein Prozess, der mehrere Jahre dauert, bei manchen früher oder später beginnt und in verschiedenen Etappen abläuft. Am Ende bist du ein erwachsener Mensch.

Das Gehirn wird zur Baustelle

Die Veränderungen finden auch im Kopf statt. Während der Pubertät findet dort der grösste Umbau des ganzen Lebens statt. Das kann dich ganz schön durcheinanderbringen. Du fühlst dich dann manchmal super fröhlich und könntest die Welt umarmen, aber manchmal auch niedergeschlagen und unzufrieden. Es ändern sich vielleicht auch deine Interessen: Was du früher toll und aufregend fandest, kommt dir jetzt plötzlich langweilig und kindisch vor. Es steht dir also eine aufregende Zeit bevor, aber keine Angst, du bist nicht alleine. Alle deine Kolleginnen und Kollegen erfahren diese Veränderungen, und jeder erwachsene Mensch hat seine Pubertät auch durchgemacht. Wichtig ist aber, dass du den Mut hast, darüber zu sprechen, wenn du etwas siehst, das sich an deinem Körper verändert, und es macht dir Sorgen, dann sage es deinen Eltern oder sprich eine Lehrperson an, zu der du einen guten Draht hast.

Über den Körper sprechen

Es ist nicht immer einfach, über den Körper zu sprechen, vor allem, wenn es darum geht, intime Bereiche zu benennen. Das hängt auch davon ab, wie bei dir in der Familie mit dem Thema umgegangen wird: Einige Familien haben einen sehr offenen Umgang mit dem Körper und der Sexualität, für andere ist es ein Tabu, über das man nicht spricht. Hier in der Schule möchten wir aber einen offenen Umgang mit dem Thema finden. Vielleicht fällt dir das am Anfang noch schwer, aber du wirst sehen, dass es mit der Zeit ganz selbstverständlich wird, z.B. über die Scheide und die Klitoris sowie über den Penis und die Hoden zu sprechen. Wichtig ist, dass wir die richtigen Ausdrücke für diese Körperteile verwenden. Es kann sein, dass du einmal zum Arzt musst, dieser muss ganz genau wissen, was du für ein Problem hast, auch wenn es an einer ganz peinlichen Stelle ist. Es gibt in allen Sprachen unzählige Begriffe, für die Geschlechtsteile, oft sind sie negativ oder abschätzig. Diese möchten wir nicht benutzen, denn die Geschlechtsteile sind ein Körperteil wie jedes andere auch, dafür braucht sich niemand zu schämen, und man kann es mit dem richtigen Begriff benennen.
{"bit":{"type":"article","format":"html","body":"<h2>Dein Körper verändert sich</h2><img src=\"../../images/schuledennigkofen/michael.walder/images/6a6838ab1b9a0-arturskoniecki-boy-7097685.jpg\" data-media-id=\"324\" class=\"dtb-img-right\" style=\"width: 36%;\" alt=\"Bild\"><p>Seit du auf die Welt gekommen bist, hat sich dein Körper stark verändert: Deine Grösse hat sich fast verdreifacht und dein Gewicht rund verzehnfacht. Es ist also vieles passiert mit deinem Körper in den letzten 11 bis 12 Jahren, und Veränderungen werden dich das ganze Leben lang begleiten. Es gibt aber eine Etappe im Leben, wo sich der Mensch besonders schnell verändert, diesem Abschnitt nennt man Pubertät. Pubertas&nbsp;ist lateinisch und heisst «Geschlechtsreife», also der Moment, wo ein Mensch selbst Kinder haben und Vater oder Mutter werden kann. Vielleicht bist du erstaunt, dass dies so früh möglich ist, aber keine Angst, die Veränderungen passieren nicht von einem Tag auf den anderen. Es ist ein Prozess, der mehrere Jahre dauert, bei manchen früher oder später beginnt und in verschiedenen Etappen abläuft. Am Ende bist du ein erwachsener Mensch.</p><h3>Das Gehirn wird zur Baustelle</h3><p>Die Veränderungen finden auch im Kopf statt. Während der Pubertät findet dort der grösste Umbau des ganzen Lebens statt. Das kann dich ganz schön durcheinanderbringen. Du fühlst dich dann manchmal super fröhlich und könntest die Welt umarmen, aber manchmal auch niedergeschlagen und unzufrieden. Es ändern sich vielleicht auch deine Interessen: Was du früher toll und aufregend fandest, kommt dir jetzt plötzlich langweilig und kindisch vor. Es steht dir also eine aufregende Zeit bevor, aber keine Angst, du bist nicht alleine. Alle deine Kolleginnen und Kollegen erfahren diese Veränderungen, und jeder erwachsene Mensch hat seine Pubertät auch durchgemacht. Wichtig ist aber, dass du den Mut hast, darüber zu sprechen, wenn du etwas siehst, das sich an deinem Körper verändert, und es macht dir Sorgen, dann sage es deinen Eltern oder sprich eine Lehrperson an, zu der du einen guten Draht hast.</p><h3>Über den Körper sprechen</h3><div>Es ist nicht immer einfach, über den Körper zu sprechen, vor allem, wenn es darum geht, intime Bereiche zu benennen. Das hängt auch davon ab, wie bei dir in der Familie mit dem Thema umgegangen wird: Einige Familien haben einen sehr offenen Umgang mit dem Körper und der Sexualität, für andere ist es ein Tabu, über das man nicht spricht. Hier in der Schule möchten wir aber einen offenen Umgang mit dem Thema finden. Vielleicht fällt dir das am Anfang noch schwer, aber du wirst sehen, dass es mit der Zeit ganz selbstverständlich wird, z.B. über die Scheide und die Klitoris sowie über den Penis und die Hoden zu sprechen. Wichtig ist, dass wir die richtigen Ausdrücke für diese Körperteile verwenden. Es kann sein, dass du einmal zum Arzt musst, dieser muss ganz genau wissen, was du für ein Problem hast, auch wenn es an einer ganz peinlichen Stelle ist. Es gibt in allen Sprachen unzählige Begriffe, für die Geschlechtsteile, oft sind sie negativ oder abschätzig. Diese möchten wir nicht benutzen, denn die Geschlechtsteile sind ein Körperteil wie jedes andere auch, dafür braucht sich niemand zu schämen, und man kann es mit dem richtigen Begriff benennen.</div>"}}
Es gibt Veränderungen, die Mädchen wie Jungen betreffen. Schreibe auf, was du bei dir schon für Veränderungen festgesteltl hast.
Hier einige Veränderungen, die sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen auftreten: Stimmungsschwankungen, Körpergeruch, Körperbehaarung, starkes Wachstum in kurzer Zeit, mit damit verbundenen Schmerzen in Gelenken und Rücken.
Viele Veränderungen hängen vom Geschlecht ab. Schreibe hier auf, welche Veränderungen Jungs oder Mädchen betreffen. Du darfst in der gedruckten Version auch eigene Beobachtungen aufschreiben.
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Beschrifte die Teile des weiblichen Geschlechtsorgans richtig. In der Onlineversion kannst du dir im nachfolgenden Übungsteil ein 3D-Modell ansehen.
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Auf einer Zeichnung ist es immer etwas schwierig sich den ganzen Körper vorzustellen. In diesem 3D-Modell kannst du dir die weiblichen Geschlechtsorgane von allen Seiten ansehen.
https://sketchfab.com/models/94c38b5191324bc1ae1e87974cfdba58/embed
Beschrifte nun auch die Teile des männlichen Geschlechtsorgans. In der Onlineversion, kanns du dir ebenfalls ein 3D-Modell ansehen.
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Schaue dir die Teile des männlichen Geschlechtsorgans von allen Seiten an.
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Lies den Text aufmerksam durch!

Von Zuneigung über Verlieben bis zu Erregung und Sexualität

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Wenn Mann und Frau sich mögen, möchten sie vielleicht mehr Zeit miteinander verbringen und sich besser kennenlernen. Beim gemeinsamen Ausgehen oder bei Ausflügen baut sich Vertrauen auf und manchmal springt dann der Funke und beide verlieben sich ineinander. Die Verliebten empfinden starke Gefühle füreinander und möchten nur noch Zeit mit dem Partner verbringen. Neben dem starken Gefühl der Verbundenheit empfindet das Paar bald auch einen Zustand der sexuellen Erregung: Die beiden möchten sich küssen, berühren und streicheln.
Das Wichtigste bei jeder Art von körperlicher Nähe ist, dass sich beide dabei wohlfühlen und das auch mit Worten, wie z. B. einem klaren «Ja, ich finde das schön und angenehm», äussern. Niemand darf zu Küssen, Berührungen oder mehr gezwungen werden. Ein 'Nein' muss immer respektiert werden – auch in einer Beziehung. Man darf seine Meinung auch jederzeit ändern.
Die sexuelle Erregung bereitet den Körper auf den Geschlechtsverkehr vor und findet bei Mann und Frau unterschiedlich statt, deshalb werden wir sie getrennt behandeln.

Erregung bei der Frau

Sexuelle Erregung findet bei Frauen nicht von einem Moment auf den anderen statt. Viele Frauen reagieren auf eine angenehme Umgebung: Sie möchten sich bei ihrem Partner geschätzt und sicher fühlen. Auch der Ort, an dem man sich trifft, muss angenehm und sauber sein. Gegenseitiges Vertrauen der Partner hilft, wann für die Frau Berührungen und Zärtlichkeiten willkommen sind, nur so kann eine angenehme Reise der sexuellen Gefühle gut starten. Nimmt die Erregung Fahrt auf, reagiert auch der Körper: Die Brustwarzen der Frau werden fest und richten sich auf und die Scheide beginnt, ein gleitendes Gel zu produzieren, das auch die äusseren Geschlechtsteile wie die äusseren Schamlippen feucht werden lässt.

Erregung des Mannes

Vielen Männern fällt es leicht, sich sexuell zu erregen, wenn sie etwas sehen, das sie attraktiv finden. Nackte Haut, enge Kleidung, eine Geste oder ein Blick können das auslösen. Sexuelle Erregung, ist aber kein Grund und auch keine Entschuldigung, respektlos oder anzüglich zu werden: Dumme Bemerkungen oder Berührungen von Frauen ohne deren Zustimmung gehen gar nicht. Es gehört eben auch zum Mannsein, seine Gefühle im Griff zu haben und sich beherrschen zu können. Ist die Zustimmung der Partnerin da, kann auch die Reise in die Welt der sexuellen Gefühle weitergehen. Bei zunehmender Erregung füllen sich die Schwellkörper im Penis mit Blut. Der Penis wird dabei hart und steif und richtet sich auf. Somit ist die Möglichkeit gegeben, dass der Mann in die Scheide der Frau eindringen kann.

Die sexuelle Vereinigung

Sind Mann und Frau stark sexuell erregt, möchten sie sich noch näher sein und sich an ihrem intimsten Punkt spüren und sich vereinigen. Der Mann dringt vorsichtig mit seinem Penis in die Scheide der Frau ein. Durch die sanften Hin- und Herbewegungen kann nicht nur der Penis stimuliert werden, sondern auch die Klitoris der Frau, die sich meist knapp oberhalb des Scheideneingangs befindet. Die Klitoris ist das Zentrum der sexuellen Lust bei Frauen und sorgt bei Berührung für sehr angenehme Gefühle. Die Erregung steigert sich so immer weiter, bis eine von beiden oder idealerweise beide gleichzeitig zum Höhepunkt, dem sogenannten Orgasmus, kommen. Dabei ziehen sich die Muskeln zusammen und eine starke Gefühlswelle geht durch den ganzen Körper. Menschen erleben das Gefühl ganz unterschiedlich: Einige fühlen grosses Glück, andere tiefe Entspannung und Verbundenheit mit dem Partner. Auch hier gibt es Unterschiede zwischen Mann und Frau. Der Mann kann mit der entsprechenden Stimulation rasch zu einem Orgasmus kommen, während die Frau oft länger braucht. Das ist nichts Ungewöhnliches und etwas ganz Normales. Es gehört deshalb zu einer gesunden Beziehung, zu entdecken und vor allem darüber zu sprechen, was dem Partner oder der Partnerin gefällt und was nicht. So erfahren beide Partner sexuelle Befriedigung, was für eine Beziehung wichtig ist und zu einem starken Gefühl der Verbundenheit sorgt.
Beim Orgasmus des Mannes gelangt eine Mischung aus Samenflüssigkeit und Spermien in die Scheide der Frau. Hat die Frau während der sexuellen Vereinigung auch ihre fruchtbaren Tage, kann eine Eizelle mit einem Spermium befruchtet werden. Die Frau wird dann schwanger und ein Baby wächst im Bauch heran. Die Schwangerschaft, den Zyklus der Frau und Verhütungsmethoden, werden wir uns in den nächsten Kapiteln noch genauer ansehen.

Selbstbefriedigung – Sexualität ganz allein

Nachdem wir uns die Sexualität zwischen Mann und Frau genauer angesehen haben, schauen wir auf ein Thema, über das oft nicht gerne gesprochen wird. Um sexuelle Befriedigung zu erleben, braucht es nicht unbedingt einen Partner, man spricht dann von Selbstbefriedigung, das Fachwort dafür heisst Onanie. Beim Onanieren bringt der Mann oder die Frau mit eigenen Berührungen oder mit Streicheln sich selbst zum Orgasmus. Einige Religionen und Glaubensrichtungen verurteilen die Selbstbefriedigung als etwas Sündhaftes oder Verbotenes. Im biologischen Sinne ist aber Onanie etwas ganz Natürliches. Schon kleine Kinder berühren sich an ihren Geschlechtsteilen und empfinden das als angenehm. Es ist also etwas ganz Selbstverständliches, dass man seinen ganzen Körper mit den Händen berührt und so herausfindet, was man als angenehm und was man als unangenehm oder schmerzhaft empfindet. Es ist natürlich ganz deine Entscheidung, ob du das möchtest oder darauf verzichtest. Falsch wäre es, wenn du dich von Kolleginnen und Kollegen, von sozialen Medien oder von Berichten im Internet unter Druck fühlst und etwas machst, wozu du dich gar nicht bereit fühlst.

Sexualität mit dem gleichen Geschlecht

Homosexualität (Homo heisst auf Griechisch «gleich») bezeichnet eine sexuelle Beziehung zwischen zwei Frauen (sie nennen sich oft Lesben) oder zwischen zwei Männern (sie bezeichnen sich oft als Schwule). Homosexualität ist in der Schweiz erlaubt und ermöglicht gleichgeschlechtlichen Paaren auch die Heirat. Trotz der offiziellen Anerkennung erleben homosexuelle Paare, dass man sich über sie lustig macht, oder erfahren auch physische Gewalt. Für junge Homosexuelle ist es oft schwierig, ihre Anziehung zu anderen Personen gleichen Geschlechts vor der Familie und den Freunden öffentlich zu machen. Es gibt aber Organisationen, welche Jugendliche darin unterstützen, dieses sogenannte Outing zu realisieren.
{"bit":{"type":"article","format":"html","body":"<h2>Von Zuneigung über Verlieben bis zu Erregung und Sexualität</h2><img src=\"../../images/schuledennigkofen/michael.walder/images/6a69b8597aadd-sasint-happy-valentines-day-1822585.jpg\" data-media-id=\"331\" class=\"dtb-img-right\" style=\"width: 50%;\" alt=\"Bild\"><div>Wenn Mann und Frau sich mögen, möchten sie vielleicht mehr Zeit miteinander verbringen und sich besser kennenlernen. Beim gemeinsamen Ausgehen oder bei Ausflügen baut sich Vertrauen auf und manchmal springt dann der Funke und beide verlieben sich ineinander. Die Verliebten empfinden starke Gefühle füreinander und möchten nur noch Zeit mit dem Partner verbringen. Neben dem starken Gefühl der Verbundenheit empfindet das Paar bald auch einen Zustand der sexuellen Erregung: Die beiden möchten sich küssen, berühren und streicheln.</div><div>Das Wichtigste bei jeder Art von körperlicher Nähe ist, dass sich beide dabei wohlfühlen und das auch mit Worten, wie z. B. einem klaren «Ja, ich finde das schön und angenehm», äussern. Niemand darf zu Küssen, Berührungen oder mehr gezwungen werden. Ein 'Nein' muss immer respektiert werden – auch in einer Beziehung. Man darf seine Meinung auch jederzeit ändern.</div><div>Die sexuelle Erregung bereitet den Körper auf den Geschlechtsverkehr vor und findet bei Mann und Frau unterschiedlich statt, deshalb werden wir sie getrennt behandeln.</div><h3>Erregung bei der Frau</h3><div>Sexuelle Erregung findet bei Frauen nicht von einem Moment auf den anderen statt. Viele Frauen reagieren auf eine angenehme Umgebung: Sie möchten sich bei ihrem Partner geschätzt und sicher fühlen. Auch der Ort, an dem man sich trifft, muss angenehm und sauber sein. Gegenseitiges Vertrauen der Partner hilft, wann für die Frau Berührungen und Zärtlichkeiten willkommen sind, nur so kann eine angenehme Reise der sexuellen Gefühle gut starten. Nimmt die Erregung Fahrt auf, reagiert auch der Körper: Die Brustwarzen der Frau werden fest und richten sich auf und die Scheide beginnt, ein gleitendes Gel zu produzieren, das auch die äusseren Geschlechtsteile wie die äusseren Schamlippen feucht werden lässt.</div><h3>Erregung des Mannes</h3><div>Vielen Männern fällt es leicht, sich sexuell zu erregen, wenn sie etwas sehen, das sie attraktiv finden. Nackte Haut, enge Kleidung, eine Geste oder ein Blick können das auslösen. Sexuelle Erregung, ist aber kein Grund und auch keine Entschuldigung, respektlos oder anzüglich zu werden: Dumme Bemerkungen oder Berührungen von Frauen ohne deren Zustimmung gehen gar nicht. Es gehört eben auch zum Mannsein, seine Gefühle im Griff zu haben und sich beherrschen zu können. Ist die Zustimmung der Partnerin da, kann auch die Reise in die Welt der sexuellen Gefühle weitergehen. Bei zunehmender Erregung füllen sich die Schwellkörper im Penis mit Blut. Der Penis wird dabei hart und steif und richtet sich auf. Somit ist die Möglichkeit gegeben, dass der Mann in die Scheide der Frau eindringen kann.</div><h3>Die sexuelle Vereinigung</h3><div>Sind Mann und Frau stark sexuell erregt, möchten sie sich noch näher sein und sich an ihrem intimsten Punkt spüren und sich vereinigen. Der Mann dringt vorsichtig mit seinem Penis in die Scheide der Frau ein. Durch die sanften Hin- und Herbewegungen kann nicht nur der Penis stimuliert werden, sondern auch die Klitoris der Frau, die sich meist knapp oberhalb des Scheideneingangs befindet. Die Klitoris ist das Zentrum der sexuellen Lust bei Frauen und sorgt bei Berührung für sehr angenehme Gefühle. Die Erregung steigert sich so immer weiter, bis eine von beiden oder idealerweise beide gleichzeitig zum Höhepunkt, dem sogenannten Orgasmus, kommen. Dabei ziehen sich die Muskeln zusammen und eine starke Gefühlswelle geht durch den ganzen Körper. Menschen erleben das Gefühl ganz unterschiedlich: Einige fühlen grosses Glück, andere tiefe Entspannung und Verbundenheit mit dem Partner. Auch hier gibt es Unterschiede zwischen Mann und Frau. Der Mann kann mit der entsprechenden Stimulation rasch zu einem Orgasmus kommen, während die Frau oft länger braucht. Das ist nichts Ungewöhnliches und etwas ganz Normales. Es gehört deshalb zu einer gesunden Beziehung, zu entdecken und vor allem darüber zu sprechen, was dem Partner oder der Partnerin gefällt und was nicht. So erfahren beide Partner sexuelle Befriedigung, was für eine Beziehung wichtig ist und zu einem starken Gefühl der Verbundenheit sorgt.</div><div>Beim Orgasmus des Mannes gelangt eine Mischung aus Samenflüssigkeit und Spermien in die Scheide der Frau. Hat die Frau während der sexuellen Vereinigung auch ihre fruchtbaren Tage, kann eine Eizelle mit einem Spermium befruchtet werden. Die Frau wird dann schwanger und ein Baby wächst im Bauch heran. Die Schwangerschaft, den Zyklus der Frau und Verhütungsmethoden, werden wir uns in den nächsten Kapiteln noch genauer ansehen.</div><h3>Selbstbefriedigung – Sexualität ganz allein</h3><div>Nachdem wir uns die Sexualität zwischen Mann und Frau genauer angesehen haben, schauen wir auf ein Thema, über das oft nicht gerne gesprochen wird. Um sexuelle Befriedigung zu erleben, braucht es nicht unbedingt einen Partner, man spricht dann von Selbstbefriedigung, das Fachwort dafür heisst Onanie. Beim Onanieren bringt der Mann oder die Frau mit eigenen Berührungen oder mit Streicheln sich selbst zum Orgasmus. Einige Religionen und Glaubensrichtungen verurteilen die Selbstbefriedigung als etwas Sündhaftes oder Verbotenes. Im biologischen Sinne ist aber Onanie etwas ganz Natürliches. Schon kleine Kinder berühren sich an ihren Geschlechtsteilen und empfinden das als angenehm. Es ist also etwas ganz Selbstverständliches, dass man seinen ganzen Körper mit den Händen berührt und so herausfindet, was man als angenehm und was man als unangenehm oder schmerzhaft empfindet. Es ist natürlich ganz deine Entscheidung, ob du das möchtest oder darauf verzichtest. Falsch wäre es, wenn du dich von Kolleginnen und Kollegen, von sozialen Medien oder von Berichten im Internet unter Druck fühlst und etwas machst, wozu du dich gar nicht bereit fühlst.</div><h3>Sexualität mit dem gleichen Geschlecht</h3><div>Homosexualität (Homo heisst auf Griechisch «gleich») bezeichnet eine sexuelle Beziehung zwischen zwei Frauen (sie nennen sich oft Lesben) oder zwischen zwei Männern (sie bezeichnen sich oft als Schwule). Homosexualität ist in der Schweiz erlaubt und ermöglicht gleichgeschlechtlichen Paaren auch die Heirat. Trotz der offiziellen Anerkennung erleben homosexuelle Paare, dass man sich über sie lustig macht, oder erfahren auch physische Gewalt. Für junge Homosexuelle ist es oft schwierig, ihre Anziehung zu anderen Personen gleichen Geschlechts vor der Familie und den Freunden öffentlich zu machen. Es gibt aber Organisationen, welche Jugendliche darin unterstützen, dieses sogenannte Outing zu realisieren.</div>"}}
Entscheide für jede Aussage, ob sie für die Frau, den Mann oder beide zutrifft. Markiere die passende Spalte.
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Du erfährst hier mehr über den Zyklus der Frau, das ist auch für Jungs wichtig zu wissen. Also aufmerksam durchlesen!

Der Zyklus der Frau

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Der weibliche Zyklus ist ein erstaunlicher Vorgang im Körper. Er kann bei Mädchen schon ab etwa 10 Jahren beginnen und begleitet Frauen bis ungefähr zu ihrem 50. Lebensjahr jeden Monat. Obwohl nur Mädchen und Frauen einen Zyklus haben, ist es wichtig, dass alle diesen Ablauf verstehen. Die Hormone im Zyklus beeinflussen nämlich nicht nur den Körper, sondern auch die Stimmung und das Wohlbefinden.
Schauen wir uns die vier Phasen Schritt für Schritt an (passend zur Grafik oben):

1. Die Menstruation (Tag 1 bis ca. Tag 6)

Ein neuer Zyklus beginnt immer am ersten Tag der Monatsblutung (Periode). Da kein Baby herangewachsen ist, löst sich die alte Gebärmutterschleimhaut auf und wird mit etwas Blut aus der Scheide ausgeschieden.
Gut zu wissen: Die Gebärmutter ist ein Muskel. Wenn sie sich zusammenzieht, um die Schleimhaut abzustoßen, spüren viele Mädchen ein Ziehen oder Krämpfe im Bauch. Manche spüren kaum etwas, andere haben stärkere Schmerzen – beides ist völlig normal.

2. Aufbau der Schleimhaut & Eireifung (ca. Tag 7 bis 13)

Sobald die Blutung aufhört, bereitet sich der Körper neu vor:
In den Eierstöcken reift in einer kleinen Hülle (dem Follikel) eine neue Eizelle heran.
Gleichzeitig baut die Gebärmutter eine neue, gut durchblutete Schleimhaut auf. Sie wird von Tag zu Tag dicker, um einem eventuellen Baby einen weichen Platz zu bieten.

3. Der Eisprung (ca. Tag 14)

In der Mitte des Zyklus (bei einem durchschnittlichen 28-Tage-Zyklus etwa an Tag 14) ist die Eizelle reif. Das Follikel platzt auf und die Eizelle macht sich auf den Weg durch den Eileiter Richtung Gebärmutter.
Nur in den Tagen rund um den Eisprung kann die Eizelle von einem Spermium befruchtet werden. (Mehr dazu erfährst du im nächsten Kapitel!).

4. Die Vorbereitung & das Gelbkörperhormon (ca. Tag 15 bis 28)

Nach dem Eisprung wandelt sich die leere Hülle der Eizelle in das sogenannte Gelbkörperhormon-Lager (Progesteron) um. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die Schleimhaut in der Gebärmutter aufrechtgehalten wird.
Wenn keine Befruchtung stattfindet: Der Körper merkt, dass keine Schwangerschaft entstanden ist. Der Hormonspiegel sinkt wieder ab, die Schleimhaut wird nicht mehr gebraucht und der Zyklus beginnt mit der nächsten Blutung von vorne.

Wichtig für den Alltag:
Besonders in den ersten Jahren der Pubertät ist der Zyklus oft noch unregelmäßig. Die Periode kann mal früher, mal später kommen oder auch mal einen Monat ausfallen. Das ist völlig normal und pendelt sich mit der Zeit ein!
{"bit":{"type":"article","format":"html","body":"<h2>Der Zyklus der Frau</h2><div><img src=\"../../images/schuledennigkofen/michael.walder/images/6a6ae48a50e40-Gemini_Generated_Image_3nc7kg3nc7kg3nc7.png\" data-media-id=\"332\" class=\"dtb-img-center\" style=\"width: 100%;\" alt=\"Bild\"></div><div>Der weibliche Zyklus ist ein erstaunlicher Vorgang im Körper. Er kann bei Mädchen schon ab etwa 10 Jahren beginnen und begleitet Frauen bis ungefähr zu ihrem 50. Lebensjahr jeden Monat. Obwohl nur Mädchen und Frauen einen Zyklus haben, ist es wichtig, dass alle diesen Ablauf verstehen. Die Hormone im Zyklus beeinflussen nämlich nicht nur den Körper, sondern auch die Stimmung und das Wohlbefinden.</div><div>Schauen wir uns die vier Phasen Schritt für Schritt an (passend zur Grafik oben):</div><h3>1. Die Menstruation (Tag 1 bis ca. Tag 6)</h3><div>Ein neuer Zyklus beginnt immer am ersten Tag der Monatsblutung (Periode). Da kein Baby herangewachsen ist, löst sich die alte Gebärmutterschleimhaut auf und wird mit etwas Blut aus der Scheide ausgeschieden.</div><div>Gut zu wissen: Die Gebärmutter ist ein Muskel. Wenn sie sich zusammenzieht, um die Schleimhaut abzustoßen, spüren viele Mädchen ein Ziehen oder Krämpfe im Bauch. Manche spüren kaum etwas, andere haben stärkere Schmerzen – beides ist völlig normal.</div><h3>2. Aufbau der Schleimhaut &amp; Eireifung (ca. Tag 7 bis 13)</h3><div>Sobald die Blutung aufhört, bereitet sich der Körper neu vor:</div><div>In den Eierstöcken reift in einer kleinen Hülle (dem Follikel) eine neue Eizelle heran.</div><div>Gleichzeitig baut die Gebärmutter eine neue, gut durchblutete Schleimhaut auf. Sie wird von Tag zu Tag dicker, um einem eventuellen Baby einen weichen Platz zu bieten.</div><h3>3. Der Eisprung (ca. Tag 14)</h3><div>In der Mitte des Zyklus (bei einem durchschnittlichen 28-Tage-Zyklus etwa an Tag 14) ist die Eizelle reif. Das Follikel platzt auf und die Eizelle macht sich auf den Weg durch den Eileiter Richtung Gebärmutter.</div><div>Nur in den Tagen rund um den Eisprung kann die Eizelle von einem Spermium befruchtet werden. (Mehr dazu erfährst du im nächsten Kapitel!).</div><h3>4. Die Vorbereitung &amp; das Gelbkörperhormon (ca. Tag 15 bis 28)</h3><div>Nach dem Eisprung wandelt sich die leere Hülle der Eizelle in das sogenannte Gelbkörperhormon-Lager (Progesteron) um. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die Schleimhaut in der Gebärmutter aufrechtgehalten wird.</div><div>Wenn keine Befruchtung stattfindet: Der Körper merkt, dass keine Schwangerschaft entstanden ist. Der Hormonspiegel sinkt wieder ab, die Schleimhaut wird nicht mehr gebraucht und der Zyklus beginnt mit der nächsten Blutung von vorne.</div><div><br></div><div><b>Wichtig für den Alltag:</b></div><div><i>Besonders in den ersten Jahren der Pubertät ist der Zyklus oft noch unregelmäßig. Die Periode kann mal früher, mal später kommen oder auch mal einen Monat ausfallen. Das ist völlig normal und pendelt sich mit der Zeit ein!</i></div>"}}
Vervollständige den folgenden Text, indem du die fehlenden Wörter in die Lücken einsetzt. Nutze die Begriffe aus dem Themenbereich 'weiblicher Zyklus'.
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Beantworte die folgenden Fragen zum Zyklus der Frau. Kreuze jeweils die richtige Antwort an.
Schaue dir das Video zur Befruchtung genau an. Es ist ein 360°-Video, du kannst den Bildausschnitt mit der Maus verschieben.
Ordne die Sätze so an, dass sie den Ablauf der Befruchtung richtig beschreiben.
Um eine Schwangerschaft zu verhindern, gibt es verschiedene Methoden. Erfahre mehr darüber im folgenden Text.

Verhütungsmethoden im Überblick

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Der Schritt eine Familie zu gründen, muss gut überlegt sein. Selbst eine Familie zu gründen und Kinder zu haben, ist mit grosser Verantwortung verbunden, braucht eine starke Beziehung zu einer Partnerin oder einem Partner und kostet nicht zuletzt auch Geld. Paare, die keine Kinder möchten, oder bereits haben und keine weiteren mehr möchten, müssen sich Gedanken dazu machen, wie eine weitere Schwangerschaft verhindert werden kann. Es gibt verschiedene Methoden, wie dies erreicht werden kann, aber sie zielen alle darauf ab, entweder den Kontakt zwischen Eizelle und Spermium oder das Einnisten der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter zu verhindern. Wir schauen uns an, was es alles für Methoden gibt.

1. Kondom & Femidom (Barriermethoden)

Kondom: Eine hauchdünne Hülle aus Latex (oder synthetischem Material), die vor dem Geschlechtsverkehr über den steifen Penis gezogen wird.
Femidom: Eine flexible Hülle, die vor dem Sex in die Scheide eingesetzt wird.
Beide fangen den Samenerguss auf, sodass keine Spermien in die Gebärmutter gelangen können.

Vorteile:

  • Schutz vor Krankheiten: Es ist die einzige Verhütungsmethode, die auch vor sexuell übertragbaren Infektionen (z. B. HIV) schützt!
  • Leicht rezeptfrei in Drogerien oder Supermärkten erhältlich.
  • Greift nicht in den Hormonhaushalt des Körpers ein.

Nachteile:

  • Muss vor jedem Geschlechtsverkehr richtig angewendet werden.
  • Kann bei unsachgemässer Handhabung oder scharfen Gegenständen (z. B. Fingernägeln) reissen.

2. Die Antibabypille (hormonellee Methode)

Eine Tablette, die Mädchen oder Frauen jeden Tag etwa zur gleichen Zeit einnehmen. Sie enthält Hormone, die dem Körper signalisieren, dass kein Eisprung stattfinden muss. Ohne Eisprung gibt es keine Eizelle, die befruchtet werden könnte.

Vorteile:

  • Sehr sichere Verhütungsmethode bei regelmässiger Einnahme.
  • Kann Regelschmerzen lindern und den Zyklus regelmässiger machen.

Nachteile:

  • Muss täglich und sehr diszipliniert eingenommen werden (Vergessen vermindert den Schutz).
  • Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
  • Kann Nebenwirkungen haben (z. B. Stimmungsschwankungen oder Kopfschmerzen), da sie in den Hormonhaushalt eingreift.
  • Ist rezeptpflichtig (ärztliche Beratung notwendig).

3. Die Kupferspirale (mechanische/Wirkstoff-Methode)

Ein kleiner, T-förmiger Körper aus Kunststoff, der mit einem dünnen Kupferdraht umwickelt ist. Eine Ärztin oder ein Arzt setzt die Spirale direkt in die Gebärmutter ein. Das Kupfer gibt winzige Mengen Kupferionen ab, die Spermien ausbremsen und verhindern, dass sich eine Eizelle einnisten kann.

Vorteile:

  • Wirkt für mehrere Jahre (meist 3 bis 5 Jahre), ohne dass man täglich daran denken muss.
  • Enthält keine Hormone.

Nachteile:

  • Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
  • Das Einsetzen kann kurzzeitig schmerzhaft sein.
  • Kann dazu führen, dass die Monatsblutung etwas stärker oder schmerzhafter wird.

4. Das Hormonpflaster (Hormonelle Methode)

Ein kleines, dünnes Pflaster, das auf die Haut (z. B. am Po, Bauch oder Oberarm) geklebt wird. Es gibt kontinuierlich Hormone über die Haut in das Blut ab. Wie bei der Pille wird dadurch der Eisprung verhindert. Das Pflaster wird einmal pro Woche gewechselt (drei Wochen lang, gefolgt von einer Woche Pause).

Vorteile:

  • Man muss nur einmal in der Woche daran denken (statt täglich wie bei der Pille).
  • Wirkt auch dann weiter, wenn man sich erbrechen muss oder Durchfall hat.

Nachteile:

  • Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
  • Ist an der Haut sichtbar und kann bei empfindlicher Haut Reizungen verursachen.
  • Greift wie die Pille in den Hormonhaushalt ein.

5. Sterilisation & Vasektomie (Dauerhafte Methoden)

Dies sind medizinische Operationen für Erwachsene, die ihre Familienplanung komplett abgeschlossen haben:
Vasektomie (beim Mann): Die Samenleiter werden durchtrennt, sodass keine Spermien mehr im Samenerguss enthalten sind.
Sterilisation (bei der Frau): Die Eileiter werden verschlossen oder durchtrennt, sodass Eizelle und Spermium sich nicht mehr treffen können.

Vorteile:

  • Dauerhafter und extrem sicherer Schutz für den Rest des Lebens.
  • Man muss sich nie wieder Gedanken über Verhütung machen.

Nachteile:

  • Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
  • Ist ein chirurgischer Eingriff.
  • Lässt sich nur sehr schwer oder gar nicht mehr rückgängig machen (endgültige Entscheidung).

Zusatz-Hinweis für den Notfall: Die „Pille danach“

Was passiert, wenn etwas schiefgeht?

Falls ein Kondom reisst oder die Pille vergessen wurde, gibt es für den Notfall die sogenannte «Pille danach». Sie verhindert oder verschiebt den Eisprung im aktuellen Zyklus, muss aber so schnell wie möglich nach dem Sex eingenommen werden. Sie ist keine normale Verhütungsmethode, sondern ein Rettungsanker für den Notfall.

Natürliche Methoden

Es gibt noch eine Reihe natürlicher Methoden, die aber sehr unsicher sind und deshalb keinen zuverlässigen Schutz bieten. 

  • Die Temperaturmethode: Da beim Eisprung die Körpertemperatur leicht ansteigt, lässt sich das mit einem Fieberthermometer messen. Da es aber auch weitere Gründe gibt, weshalb die Körpertemperatur sich verändert, z. B. bei einer Erkältung, ist dies keine sehr zuverlässige Variante.
  • Frauen mit sehr regelmässigem Zyklus wenden manchmal die Kalendermethode an. Damit werden im Kalender die fruchtbaren Tage markiert und an diesen Tagen auf Geschlechtsverkehr verzichtet. Da verschiedene Dinge, z. B. Stress oder eine längere Reise, den Zyklus beeinflussen, ist auch diese Methode unsicher und sollte nicht zur Verhütung verwendet werden.
  • Der Koitus interruptus ist ebenfalls eine natürliche Methode, bei der der Mann den Penis kurz vor dem Samenerguss aus der Scheide zieht. Oft gelangen aber schon vor dem Orgasmus Spermien in die Scheide, was bereits zu einer Schwangerschaft führen kann.

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Wir schauen uns an, was es alles für Methoden gibt.</div><h3>1. Kondom &amp; Femidom (Barriermethoden)</h3><p><i>Kondom: </i>Eine hauchdünne Hülle aus Latex (oder synthetischem Material), die vor dem Geschlechtsverkehr über den steifen Penis gezogen wird.<br><i>Femidom: </i>Eine flexible Hülle, die vor dem Sex in die Scheide eingesetzt wird.<br>Beide fangen den Samenerguss auf, sodass keine Spermien in die Gebärmutter gelangen können.</p><h4>Vorteile:</h4><p></p><ul><li>Schutz vor Krankheiten: Es ist die einzige Verhütungsmethode, die auch vor sexuell übertragbaren Infektionen (z. B. HIV) schützt!</li><li>Leicht rezeptfrei in Drogerien oder Supermärkten erhältlich.</li><li>Greift nicht in den Hormonhaushalt des Körpers ein.</li></ul><p></p><h4>Nachteile:</h4><p></p><ul><li>Muss vor jedem Geschlechtsverkehr richtig angewendet werden.</li><li>Kann bei unsachgemässer Handhabung oder scharfen Gegenständen (z. B. Fingernägeln) reissen.</li></ul><p></p><h3>2. Die Antibabypille (hormonellee Methode)</h3><p>Eine Tablette, die Mädchen oder Frauen jeden Tag etwa zur gleichen Zeit einnehmen. Sie enthält Hormone, die dem Körper signalisieren, dass kein Eisprung stattfinden muss. Ohne Eisprung gibt es keine Eizelle, die befruchtet werden könnte.</p><h4>Vorteile:</h4><p></p><ul><li>Sehr sichere Verhütungsmethode bei regelmässiger Einnahme.</li><li>Kann Regelschmerzen lindern und den Zyklus regelmässiger machen.</li></ul><p></p><h4>Nachteile:</h4><p></p><ul><li>Muss täglich und sehr diszipliniert eingenommen werden (Vergessen vermindert den Schutz).</li><li>Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.</li><li>Kann Nebenwirkungen haben (z. B. Stimmungsschwankungen oder Kopfschmerzen), da sie in den Hormonhaushalt eingreift.</li><li>Ist rezeptpflichtig (ärztliche Beratung notwendig).</li></ul><p></p><h3>3. Die Kupferspirale (mechanische/Wirkstoff-Methode)</h3><p>Ein kleiner, T-förmiger Körper aus Kunststoff, der mit einem dünnen Kupferdraht umwickelt ist. Eine Ärztin oder ein Arzt setzt die Spirale direkt in die Gebärmutter ein. Das Kupfer gibt winzige Mengen Kupferionen ab, die Spermien ausbremsen und verhindern, dass sich eine Eizelle einnisten kann.</p><h4><b>Vorteile:</b></h4><p></p><ul><li>Wirkt für mehrere Jahre (meist 3 bis 5 Jahre), ohne dass man täglich daran denken muss.</li><li>Enthält keine Hormone.</li></ul><p></p><h4><b>Nachteile:</b></h4><p></p><ul><li>Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.</li><li>Das Einsetzen kann kurzzeitig schmerzhaft sein.</li><li>Kann dazu führen, dass die Monatsblutung etwas stärker oder schmerzhafter wird.</li></ul><p></p><h3>4. Das Hormonpflaster (Hormonelle Methode)</h3><p>Ein kleines, dünnes Pflaster, das auf die Haut (z. B. am Po, Bauch oder Oberarm) geklebt wird. Es gibt kontinuierlich Hormone über die Haut in das Blut ab. 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Sterilisation &amp; Vasektomie (Dauerhafte Methoden)</h3><p>Dies sind medizinische Operationen für Erwachsene, die ihre Familienplanung komplett abgeschlossen haben:<br><i>Vasektomie (beim Mann): </i>Die Samenleiter werden durchtrennt, sodass keine Spermien mehr im Samenerguss enthalten sind.<br><i>Sterilisation (bei der Frau):</i> Die Eileiter werden verschlossen oder durchtrennt, sodass Eizelle und Spermium sich nicht mehr treffen können.</p><h4><b>Vorteile:</b></h4><p></p><ul><li>Dauerhafter und extrem sicherer Schutz für den Rest des Lebens.</li><li>Man muss sich nie wieder Gedanken über Verhütung machen.</li></ul><p></p><h4><b>Nachteile:</b></h4><p></p><ul><li>Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.</li><li>Ist ein chirurgischer Eingriff.</li><li>Lässt sich nur sehr schwer oder gar nicht mehr rückgängig machen (endgültige Entscheidung).</li></ul><p></p><h3>Zusatz-Hinweis für den Notfall: Die „Pille danach“</h3><p>Was passiert, wenn etwas schiefgeht?</p><p>Falls ein Kondom reisst oder die Pille vergessen wurde, gibt es für den Notfall die sogenannte «Pille danach». Sie verhindert oder verschiebt den Eisprung im aktuellen Zyklus, muss aber so schnell wie möglich nach dem Sex eingenommen werden. Sie ist keine normale Verhütungsmethode, sondern ein Rettungsanker für den Notfall.</p><h3>Natürliche Methoden</h3><p>Es gibt noch eine Reihe natürlicher Methoden, die aber sehr unsicher sind und deshalb keinen zuverlässigen Schutz bieten.&nbsp;</p><p></p><ul><li>Die Temperaturmethode: Da beim Eisprung die Körpertemperatur leicht ansteigt, lässt sich das mit einem Fieberthermometer messen. Da es aber auch weitere Gründe gibt, weshalb die Körpertemperatur sich verändert, z. B. bei einer Erkältung, ist dies keine sehr zuverlässige Variante.</li><li>Frauen mit sehr regelmässigem Zyklus wenden manchmal die Kalendermethode an. Damit werden im Kalender die fruchtbaren Tage markiert und an diesen Tagen auf Geschlechtsverkehr verzichtet. Da verschiedene Dinge, z. B. Stress oder eine längere Reise, den Zyklus beeinflussen, ist auch diese Methode unsicher und sollte nicht zur Verhütung verwendet werden.</li><li>Der Koitus interruptus ist ebenfalls eine natürliche Methode, bei der der Mann den Penis kurz vor dem Samenerguss aus der Scheide zieht. Oft gelangen aber schon vor dem Orgasmus Spermien in die Scheide, was bereits zu einer Schwangerschaft führen kann.</li></ul><p></p>"}}
Ziehe die Verhütungsmethoden in die passende Gruppe. Jede Methode gehört in genau eine Kategorie.
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Sexuelle Gewalt ist leider die hässliche Seite der Medaille. Lies den Text aufmerksam durch.

Sexuelle Gewalt – Nein heisst Nein!

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Sexuelle Gewalt ist eine schwere Verletzung der Grenzen eines Menschen. Gewalt liegt immer dann vor, wenn jemand gegen den eigenen Willen zu etwas gezwungen, bedroht oder erpresst wird. Sexuelle Gewalt geht meistens (aber nicht nur) von Männern aus. Es gibt verschiedene Formen sexueller Gewalt – drei davon schauen wir uns hier genauer an.

1. Sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung

Von einer Vergewaltigung spricht man, wenn jemand gegen seinen Willen zu sexuellen Handlungen gezwungen wird. Das kann durch körperliche Gewalt geschehen, aber auch durch psychischen Druck (zum Beispiel durch Sätze wie: «Wenn du mich liebst, machst du das»).

Gut zu wissen: Die meisten Übergriffe geschehen nicht durch fremde Personen auf der Strasse, sondern im bekannten Umfeld – etwa in der Familie, im Freundeskreis oder in Beziehungen. Deshalb fällt es Opfern oft schwer, darüber zu sprechen.

Das Gesetz in der Schweiz: Sexuelle Handlungen mit Kindern unter 16 Jahren sind streng verboten. Einvernehmliche Erfahrungen zwischen Jugendlichen sind erlaubt, wenn der Altersunterschied maximal 3 Jahre beträgt. Niemand darf dich gegen deinen Willen anfassen oder zu etwas drängen!

2. Zwangsprostitution und Menschenhandel

Menschenhandel ist ein schweres Verbrechen. Betroffene – überwiegend junge Frauen und Mädchen – werden oft mit falschen Versprechungen (etwa einem Job als Model) in ein anderes Land gelockt. Dort angekommen werden ihnen die Pässe abgenommen und sie werden mit Gewalt gezwungen, sexuelle Handlungen gegen Geld durchzuführen. Da sie Angst haben und die Sprache oft nicht sprechen, sind sie gefangen. Zwangsprostitution ist weltweit und auch in der Schweiz strengstens verboten und wird strafrechtlich verfolgt.

3. Weibliche Genitalbeschneidung

Bei der weiblichen Genitalbeschneidung werden Mädchen oder jungen Frauen Teile der Genitalien (wie die Klitoris) verletzend entfernt oder verändert. Dies ist eine schwere Verletzung der Menschenrechte. Dies führt bei den Betroffenen zu extremen Schmerzen, schweren gesundheitlichen Spätfolgen und nimmt ihnen das sexuelle Empfinden.

Diese Praxis ist eine alte kulturelle Tradition in verschiedenen Regionen der Welt (vor allem in Teilen Afrikas) und wird unabhängig von der Religion praktiziert. Keine Weltreligion schreibt diese Praxis vor. In der Schweiz und vielen anderen Ländern ist Genitalbeschneidung strikt verboten.

🛑 Du bist nicht allein! Hier findest du Hilfe:

Wenn dir oder jemandem, den du kennst, etwas widerfährt, das sich nicht gut anfühlt oder deine Grenzen verletzt: Du trägst niemals die Schuld! Sprich mit einer Vertrauensperson (Lehrkraft, Schulsozialarbeit) oder wende dich kostenlos und anonym an:

  • Notruf / Beratung für Kinder und Jugendliche: Tel. 147 oder auf www.147.ch
  • Opferhilfe Schweiz: www.opferhilfe-schweiz.ch

{"bit":{"type":"article","format":"html","body":"<h2>Sexuelle Gewalt – Nein heisst Nein!</h2><img src=\"https://didaquiz.ch/images/schuledennigkofen/michael.walder/images/6a6b148956b4b-1-3-3-header-sexualisierte-gewalt-1540x860.jpg\" data-media-id=\"334\" class=\"dtb-img-right\" alt=\"Bild\" style=\"width: 38%;\"><p>Sexuelle Gewalt ist eine schwere Verletzung der Grenzen eines Menschen. Gewalt liegt immer dann vor, wenn jemand gegen den eigenen Willen zu etwas gezwungen, bedroht oder erpresst wird. Sexuelle Gewalt geht meistens (aber nicht nur) von Männern aus. Es gibt verschiedene Formen sexueller Gewalt – drei davon schauen wir uns hier genauer an.</p><h3>1. Sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung</h3><p>Von einer Vergewaltigung spricht man, wenn jemand gegen seinen Willen zu sexuellen Handlungen gezwungen wird. Das kann durch körperliche Gewalt geschehen, aber auch durch psychischen Druck (zum Beispiel durch Sätze wie: «Wenn du mich liebst, machst du das»).</p><p>Gut zu wissen: Die meisten Übergriffe geschehen nicht durch fremde Personen auf der Strasse, sondern im bekannten Umfeld – etwa in der Familie, im Freundeskreis oder in Beziehungen. Deshalb fällt es Opfern oft schwer, darüber zu sprechen.</p><p>Das Gesetz in der Schweiz: Sexuelle Handlungen mit Kindern unter 16 Jahren sind streng verboten. Einvernehmliche Erfahrungen zwischen Jugendlichen sind erlaubt, wenn der Altersunterschied maximal 3 Jahre beträgt. Niemand darf dich gegen deinen Willen anfassen oder zu etwas drängen!</p><h3>2. Zwangsprostitution und Menschenhandel</h3><p>Menschenhandel ist ein schweres Verbrechen. Betroffene – überwiegend junge Frauen und Mädchen – werden oft mit falschen Versprechungen (etwa einem Job als Model) in ein anderes Land gelockt. Dort angekommen werden ihnen die Pässe abgenommen und sie werden mit Gewalt gezwungen, sexuelle Handlungen gegen Geld durchzuführen. Da sie Angst haben und die Sprache oft nicht sprechen, sind sie gefangen. Zwangsprostitution ist weltweit und auch in der Schweiz strengstens verboten und wird strafrechtlich verfolgt.</p><h3>3. Weibliche Genitalbeschneidung</h3><p>Bei der weiblichen Genitalbeschneidung werden Mädchen oder jungen Frauen Teile der Genitalien (wie die Klitoris) verletzend entfernt oder verändert. Dies ist eine schwere Verletzung der Menschenrechte. Dies führt bei den Betroffenen zu extremen Schmerzen, schweren gesundheitlichen Spätfolgen und nimmt ihnen das sexuelle Empfinden.</p><p>Diese Praxis ist eine alte kulturelle Tradition in verschiedenen Regionen der Welt (vor allem in Teilen Afrikas) und wird unabhängig von der Religion praktiziert. Keine Weltreligion schreibt diese Praxis vor. In der Schweiz und vielen anderen Ländern ist Genitalbeschneidung strikt verboten.</p><h3>🛑 Du bist nicht allein! Hier findest du Hilfe:</h3><p>Wenn dir oder jemandem, den du kennst, etwas widerfährt, das sich nicht gut anfühlt oder deine Grenzen verletzt: Du trägst niemals die Schuld! Sprich mit einer Vertrauensperson (Lehrkraft, Schulsozialarbeit) oder wende dich kostenlos und anonym an:</p><p></p><ul><li>Notruf / Beratung für Kinder und Jugendliche: Tel. 147 oder auf www.147.ch</li><li>Opferhilfe Schweiz: www.opferhilfe-schweiz.ch</li></ul><p></p>"}}
In diesem Text erfährst du, wie du dich vor sexueller Gewalt schützen kannst.

Wie du dich und andere schützen kannst (Prävention)

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Auch wenn man sexuelle Gewalt leider nicht in jeder Situation alleine verhindern kann: Es gibt wichtige Regeln und Schritte, die dir und deinen Mitschüler*innen helfen, sicher zu bleiben und Grenzen zu achten.

1. Sei klar in deinen Signalen: Ein «Nein» ist stark!

Ein deutliches «Nein!» oder «Stopp!» ist eine starke Botschaft. Wenn du merkst, dass sich etwas unangenehm anfühlt, sage es sofort. Je länger man wartet, desto schwerer fällt es oft, die Stopp-Taste zu drücken.

  • Bist du unsicher? Mache eine Pause, schlafe eine Nacht darüber und sprich mit jemandem, dem du vertraust.
  • Probleme in der Familie oder im Bekanntenkreis? Wenn Dinge passieren, die nicht in Ordnung sind, hole dir Hilfe von aussen. Du bist damit nicht allein!

2. Mache den Selbsttest (Einvernehmlichkeit / Konsens)

Frag dich in einer Situation immer selbst: «Wenn ich die andere Person wäre – fände ich das, was gerade passiert (z.B. eine Berührung oder ein Kuss), wirklich okay oder wäre mir das zu viel?»

  • Bist du dir nicht sicher? Einfach nachfragen!
  • «Ich würde dich gerne küssen – möchtest du das auch?»
  • Solche Fragen sind nicht peinlich, sondern zeigen Respekt, Achtsamkeit und Reife – egal ob bei Jungs oder Mädchen.

3. Hole dir rechtzeitig Hilfe bei echten Menschen

Es ist immer besser, einmal zu viel nach Hilfe zu fragen, als einmal zu wenig! Wenn dich eine Situation verunsichert, ängstigt oder überfordert, wende dich an echte Vertrauenspersonen:

  • Deine Eltern oder Erziehungsberechtigten
  • Die Schulsozialarbeit oder eine Lehrperson
  • Die kostenlose Notrufnummer 147 (anonym & rund um die Uhr)

⚠️ Wichtig im digitalen Zeitalter:

Hole dir bei Problemen mit sexueller Gewalt keine Hilfe über Social Media, Suchmaschinen oder KI-Chats. Dort erhältst du oft falsche oder verwirrende Ratschläge und gibst eventuell private Daten von dir preis. Echte Hilfe bekommst du nur von Fachpersonen und Menschen, die dich schützen können!

{"bit":{"type":"article","format":"html","body":"<h2>Wie du dich und andere schützen kannst (Prävention)</h2><img src=\"https://didaquiz.ch/images/schuledennigkofen/michael.walder/images/6a6b1dacca0e5-gewaltpraevention.jpg\" data-media-id=\"335\" class=\"dtb-img-right\" style=\"width: 47%;\" alt=\"Bild\"><p>Auch wenn man sexuelle Gewalt leider nicht in jeder Situation alleine verhindern kann: Es gibt wichtige Regeln und Schritte, die dir und deinen Mitschüler*innen helfen, sicher zu bleiben und Grenzen zu achten.</p><h3>1. Sei klar in deinen Signalen: Ein «Nein» ist stark!</h3><p>Ein deutliches «Nein!» oder «Stopp!» ist eine starke Botschaft. Wenn du merkst, dass sich etwas unangenehm anfühlt, sage es sofort. Je länger man wartet, desto schwerer fällt es oft, die Stopp-Taste zu drücken.<br></p><ul><li>Bist du unsicher? Mache eine Pause, schlafe eine Nacht darüber und sprich mit jemandem, dem du vertraust.</li><li>Probleme in der Familie oder im Bekanntenkreis? Wenn Dinge passieren, die nicht in Ordnung sind, hole dir Hilfe von aussen. Du bist damit nicht allein!</li></ul><p></p><h3>2. Mache den Selbsttest (Einvernehmlichkeit / Konsens)</h3><p>Frag dich in einer Situation immer selbst: «Wenn ich die andere Person wäre – fände ich das, was gerade passiert (z.B. eine Berührung oder ein Kuss), wirklich okay oder wäre mir das zu viel?»<br></p><ul><li>Bist du dir nicht sicher? Einfach nachfragen!</li><li>«Ich würde dich gerne küssen – möchtest du das auch?»</li><li>Solche Fragen sind nicht peinlich, sondern zeigen Respekt, Achtsamkeit und Reife – egal ob bei Jungs oder Mädchen.</li></ul><p></p><h3>3. Hole dir rechtzeitig Hilfe bei echten Menschen</h3><p>Es ist immer besser, einmal zu viel nach Hilfe zu fragen, als einmal zu wenig! Wenn dich eine Situation verunsichert, ängstigt oder überfordert, wende dich an echte Vertrauenspersonen:</p><p></p><ul><li>Deine Eltern oder Erziehungsberechtigten</li><li>Die Schulsozialarbeit oder eine Lehrperson</li><li>Die kostenlose Notrufnummer 147 (anonym &amp; rund um die Uhr)</li></ul><p></p><h3>⚠️ Wichtig im digitalen Zeitalter:</h3><p>Hole dir bei Problemen mit sexueller Gewalt keine Hilfe über Social Media, Suchmaschinen oder KI-Chats. Dort erhältst du oft falsche oder verwirrende Ratschläge und gibst eventuell private Daten von dir preis. Echte Hilfe bekommst du nur von Fachpersonen und Menschen, die dich schützen können!</p>"}}
Ergänze die Lücken im Text mit den passenden Begriffen. Achte darauf, dass der Satz sinnvoll und grammatikalisch korrekt wird. Die Begriffe lauten: Vertrauen, Grenzen, Hilfe, Schutz, Respekt, Beratungsstellen, Eltern, Lehrerinnen, Sicherheit, Verantwortung.
[{"type":"cloze","format":"text","body":"Im Leben gibt es Situationen, in denen wir [_Schutz] und Unterstützung brauchen. Es ist wichtig, dass wir unsere [_Grenzen] kennen und auch unseren Mitmenschen mit [_Respekt] begegnen. Wenn wir uns [_unsicher] fühlen, können wir uns an Personen wenden, denen wir [_vertrauen]. Das können etwa unsere [_Eltern] oder [_Lehrpersonen] sein. Es gibt auch spezielle [_Beratungsstellen], die uns [_Hilfe] anbieten. Jeder Mensch hat das Recht auf [_Sicherheit] und sollte lernen, [_Verantwortung] für sich und andere zu übernehmen.\n\n\n"}]
Beschreibe eine Situation, in der du dich unwohl gefühlt hast. Was war der Grund dafür? Wie hast du reagiert? Was könntest du in Zukunft anders machen, um dich besser zu fühlen oder um die Situation zu verbessern?
Dies ist ein Beispiel, wie das ein Kind erlebt hat: Ich erinnere mich an eine Situation, in der mich ein Mitschüler immer wieder an den Beinen berührt hat. Das hat mich traurig gemacht und ich habe mich nicht getraut, etwas zu sagen. Ich bin dann einfach weggegangen und habe nichts gemacht. Vielleicht hätte ich ihm sagen können, dass ich das nicht in Ordnung finde, wenn er so etwas macht. Oder ich hätte einer Lehrerin oder einem Lehrer davon erzählen können. Ich glaube, das hätte mir geholfen, mich besser zu fühlen. Vielleicht hätte ich auch mit meinen Freunden darüber reden können, damit sie mich unterstützen.
Zum Abschluss des Themas ein Brief an euch:

Liebe Schülerinnen und Schüler


Sexualität ist etwas Aufregendes, Schönes und Spannendes. Diese Erfahrung mit jemandem zu teilen, den man gerne hat, ist ein starkes Gefühl, das zwei Menschen verbindet. Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr diese Erfahrungen positiv erleben könnt, wenn ihr älter werdet – gemeinsam mit einer Person, die zu euch passt.


Eine gute Beziehung bedeutet, dass man einander zuhört, respektvoll miteinander umgeht und sich gegenseitig schätzt. Wenn zwei Menschen zusammen sind, sollten sich beide wohl und sicher fühlen. Wenn jemand das Gefühl hat, immer nur nachzugeben oder übergangen zu werden, ist die Beziehung nicht im Gleichgewicht. Dann hilft es, offen darüber zu sprechen oder jemanden um Rat zu fragen.


Leider gibt es bei der Sexualität auch Grenzen, die überschritten werden können. Manche Menschen haben keine guten Absichten. Deshalb gilt:

  • Schütze deine Grenzen: Lass dich niemals an Orte locken, die du nicht kennst, und gehe nicht mit fremden Personen mit. 
  • Vertraue deinem Bauchgefühl: Wenn jemand – egal ob eine ältere Person oder jemand in deinem Alter – Dinge von dir verlangt, die du komisch, unangenehm oder falsch findest: Sage bestimmt Nein! Du bestimmst über deinen Körper. Niemand darf dich zu etwas drängen. Wenn du dir unsicher bist, nimm dir Zeit zum Nachdenken und hol dir Hilfe.

Heute ist es einfach, im Internet oder auf dem Smartphone auf Filme, Serien oder Pornos zu stossen, die nicht für euer Alter gedacht sind. Wichtig zu wissen ist: Das, was dort gezeigt wird, ist meistens geschauspielert, unrealistisch und hat nichts mit echter Liebe zu tun.


Das Wichtigste zum Schluss: Lass dir Zeit! Niemand muss mit 14 oder 15 Jahren schon Sex haben. Es gibt kein Tempo, das man einhalten muss. Es ist völlig in Ordnung, wenn du deinen eigenen Zeitpunkt wählst – mit einer Person, der du vertraust und mit der du diesen Moment teilen möchtest.


Ich wünsche euch für diese spannende Etappe in eurem Leben alles Gute, den nötigen Mut, auf eure Grenzen zu achten, und vor allem wunderschöne, ehrliche Freundschaften und Beziehungen!


Herzliche Grüsse

Euer

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