Familie Kasus Folge 2: Dati der Macho
Was heisst eigentlich «Macho»?

Das Wort «Macho» (ausgesprochen: Matscho) kommt aus dem Spanischen und bedeutet übersetzt einfach «männlich». Wenn heute ein Mann oder Junge als Macho bezeichnet wird, bedeutet das meistens, dass er seine Männlichkeit übertrieben zur Schau stellt. Das zeigt sich oft an folgenden Dingen:
- Er prahlt gerne, zum Beispiel mit seinen Muskeln oder einer besonders coolen Frisur.
- Er führt sich stark und hart auf.
- Er möchte keine Emotionen zeigen und vertritt oft die Meinung: «Ein echter Mann weint nicht.»
Wann wird dieses Verhalten problematisch?
Stark sein zu wollen, ist an sich nicht schlimm. Problematisch wird es aber dann, wenn solche Männer anfangen, sich abwertend über Frauen oder Mädchen zu äussern.
Ein typischer Macho denkt oft, dass Männer besser und stärker sind als Frauen. Viele von ihnen haben auch veraltete Ansichten und finden, dass Frauen vor allem die Arbeit zu Hause erledigen sollten – also putzen, waschen, kochen und zu den Kindern schauen. Ein Macho zu sein, bedeutet also leider oft, dass man andere unfair behandelt, nur weil sie ein anderes Geschlecht haben.

Die Verschiebeprobe
Um die Satzglieder erkennen zu können, gibt es eine einfache Methode: Wenn man einen Satzteil an eine andere Stelle verschieben kann, ist es ein Satzglied. Man nennt dies die Verschiebeprobe. Wichtig ist dabei, dass der Satz nach dem Verschieben immer noch Sinn macht und korrektes Deutsch bleibt.
Es gibt eine ganz wichtige Regel beim Verschieben: Mutter Verba (das Verb) ist im normalen Aussagesatz der Chef und bleibt immer auf dem zweiten Platz! Wir können also nur die anderen Bausteine um sie herum verschieben. Das, was wir gemeinsam vor Mutter Verba auf den ersten Platz schieben können, gehört fest zusammen und ist ein einziges Satzglied.
Schauen wir uns das an unserem bekannten Beispiel an. Wir schneiden den Satz gedanklich in Stücke:
Das Kind / gibt / der Frau / das Bild.
Nun versuchen wir, andere Satzteile an den Anfang zu stellen:
- Der Frau gibt das Kind das Bild.
- Das Bild gibt das Kind der Frau.
Was fällt uns auf? Die Wörter «der» und «Frau» lassen sich nur als ganzes Päckchen verschieben. Man kann nicht einfach sagen: «Frau gibt das Kind der das Bild.» Die Wörter «der» und «Frau» kleben zusammen wie mit Leim.
Alles, was zusammenbleiben muss, wenn wir es an eine andere Stelle im Satz verschieben, bildet ein eigenes Satzglied.
In unserem Beispielsatz haben wir also neben Mutter Verba («gibt») drei weitere Satzglieder gefunden:
- Das Kind
- der Frau
- das Bild
