Familie Kasus Folge 2: Dati der Macho

In dieser Folge geht es darum, was ein Macho ist und weshalb Dati sich so aufführt.
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Was heisst eigentlich «Macho»?

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Quelle: miwalder / Gemini KI

Das Wort «Macho» (ausgesprochen: Matscho) kommt aus dem Spanischen und bedeutet übersetzt einfach «männlich». Wenn heute ein Mann oder Junge als Macho bezeichnet wird, bedeutet das meistens, dass er seine Männlichkeit übertrieben zur Schau stellt. Das zeigt sich oft an folgenden Dingen:

  • Er prahlt gerne, zum Beispiel mit seinen Muskeln oder einer besonders coolen Frisur.
  • Er führt sich stark und hart auf.
  • Er möchte keine Emotionen zeigen und vertritt oft die Meinung: «Ein echter Mann weint nicht.»

Wann wird dieses Verhalten problematisch?

Stark sein zu wollen, ist an sich nicht schlimm. Problematisch wird es aber dann, wenn solche Männer anfangen, sich abwertend über Frauen oder Mädchen zu äussern.

Ein typischer Macho denkt oft, dass Männer besser und stärker sind als Frauen. Viele von ihnen haben auch veraltete Ansichten und finden, dass Frauen vor allem die Arbeit zu Hause erledigen sollten – also putzen, waschen, kochen und zu den Kindern schauen. Ein Macho zu sein, bedeutet also leider oft, dass man andere unfair behandelt, nur weil sie ein anderes Geschlecht haben.

{"bit":{"type":"article","format":"html","body":"<h2>Was heisst eigentlich «Macho»?</h2><img src=\"../../images/schuledennigkofen/michael.walder/images/6a809c41ba002-Gemini_Generated_Image_6b6lw86b6lw86b6l.jpeg\" data-media-id=\"356\" class=\"dtb-img-right\" style=\"width: 24%;\" alt=\"Bild\"><p>Das Wort «Macho» (ausgesprochen: Matscho) kommt aus dem Spanischen und bedeutet übersetzt einfach «männlich». Wenn heute ein Mann oder Junge als Macho bezeichnet wird, bedeutet das meistens, dass er seine Männlichkeit übertrieben zur Schau stellt. Das zeigt sich oft an folgenden Dingen:</p><p></p><ul><li>Er prahlt gerne, zum Beispiel mit seinen Muskeln oder einer besonders coolen Frisur.</li><li>Er führt sich stark und hart auf.</li><li>Er möchte keine Emotionen zeigen und vertritt oft die Meinung: «Ein echter Mann weint nicht.»</li></ul><p></p><h3>Wann wird dieses Verhalten problematisch?</h3><p>Stark sein zu wollen, ist an sich nicht schlimm. Problematisch wird es aber dann, wenn solche Männer anfangen, sich abwertend über Frauen oder Mädchen zu äussern.</p><p>Ein typischer Macho denkt oft, dass Männer besser und stärker sind als Frauen. Viele von ihnen haben auch veraltete Ansichten und finden, dass Frauen vor allem die Arbeit zu Hause erledigen sollten – also putzen, waschen, kochen und zu den Kindern schauen. Ein Macho zu sein, bedeutet also leider oft, dass man andere unfair behandelt, nur weil sie ein anderes Geschlecht haben.</p>"}}
Schau dir an, weshalb Dati zum Macho wurde.
Zur Wiederholung schauen wir uns nochmals die Veränderung der Artikel bei Akki und Dati an. Fülle die Tabelle mit den richtigen Artikeln aus.
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Lies den Text über die Verschiebeprobe aufmerksam durch.
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Quelle: miwalder / Gemini KI

Die Verschiebeprobe

Um die Satzglieder erkennen zu können, gibt es eine einfache Methode: Wenn man einen Satzteil an eine andere Stelle verschieben kann, ist es ein Satzglied. Man nennt dies die Verschiebeprobe. Wichtig ist dabei, dass der Satz nach dem Verschieben immer noch Sinn macht und korrektes Deutsch bleibt.

Es gibt eine ganz wichtige Regel beim Verschieben: Mutter Verba (das Verb) ist im normalen Aussagesatz der Chef und bleibt immer auf dem zweiten Platz! Wir können also nur die anderen Bausteine um sie herum verschieben. Das, was wir gemeinsam vor Mutter Verba auf den ersten Platz schieben können, gehört fest zusammen und ist ein einziges Satzglied.

Schauen wir uns das an unserem bekannten Beispiel an. Wir schneiden den Satz gedanklich in Stücke:

Das Kind / gibt / der Frau / das Bild.

Nun versuchen wir, andere Satzteile an den Anfang zu stellen:

  • Der Frau gibt das Kind das Bild.
  • Das Bild gibt das Kind der Frau.

Was fällt uns auf? Die Wörter «der» und «Frau» lassen sich nur als ganzes Päckchen verschieben. Man kann nicht einfach sagen: «Frau gibt das Kind der das Bild.» Die Wörter «der» und «Frau» kleben zusammen wie mit Leim.

Alles, was zusammenbleiben muss, wenn wir es an eine andere Stelle im Satz verschieben, bildet ein eigenes Satzglied.

In unserem Beispielsatz haben wir also neben Mutter Verba («gibt») drei weitere Satzglieder gefunden:

  1. Das Kind
  2. der Frau
  3. das Bild

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Sätze nach Plan. Da wir jetzt genauer wissen, was Satzglieder sind, wollen wir nun Sätze nach einem ganz bestimmten Muster bauen, nämlich in der Reihenfolge 1. Nomi, 2. Mutter Verba, 3. Dati, 4. Akki.
Personalpronomen bei Akki und Dati: Die Artikel sind nur eine kleine Gruppe der Wortart der Pronomen. Die Gruppe der Personalpronomen ist viel grösser, du kennst sie bereits vom Konjugieren der Verben. In dieser Übung schauen wir uns an, wie sie sich in der Akki- und Datirolle verändern.
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Lass uns nun Akki und Dati durch die oben gelernten Pronomen ersetzen. Dabei ändern wir auch noch die Reihenfolge. Diese lautet jetzt: 1. Dati, 2. Mutter Verba, 3. Nomi, 4. Akki
Lies den Text aufmerksam durch.
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Quelle: miwalder / Gemini KI

Die Ersatzprobe

Mit der Verschiebeprobe haben wir eine Methode kennengelernt, wie man Satzglieder erkennen kann. Ob ein Satzglied in der Nomi-, Akki- oder Dati-Rolle steht, lässt sich aber nicht immer auf den ersten Blick feststellen. Hier hilft uns die Ersatzprobe weiter.

Bei der Ersatzprobe ersetzen wir das Satzglied, das wir bestimmen wollen, durch ein männliches Nomen. Du kannst ein beliebiges männliches Wort wählen, aber wir benutzen hier als Beispiel «der Blumentopf». Schauen wir uns das gleich an einem Beispiel an:

Das Kind gibt das Bild der Frau.

Beim letzten Satzglied «der Frau» handelt es sich eindeutig um Dati: Nur er verwandelt den weiblichen Artikel «die» in «der». Vor und nach Mutter Verba haben wir aber zwei neutrale Nomen: «das Kind» und «das Bild». Bei beiden heisst der Artikel einfach «das». Beide könnten also Nomi oder Akki sein.

In diesem Fall ersetzen wir einmal «das Bild» durch unser männliches Ersatzwort «der Blumentopf». Der Satz lautet jetzt so:

Das Kind gibt den Blumentopf der Frau.

Da es nun «den Blumentopf» heisst, wissen wir sicher, dass es sich um Akki handelt. Denn nur er verwendet den Artikel «den». «Das Kind» ist der Täter im Satz und deshalb ganz klar in der Nomi-Rolle.
{"bit":{"type":"article","format":"html","body":"<img src=\"../../images/schuledennigkofen/michael.walder/images/6a809b012690b-Gemini_Generated_Image_2rqggj2rqggj2rqg.jpeg\" data-media-id=\"355\" class=\"dtb-img-center\" style=\"width: 100%;\" alt=\"Bild\"><h2>Die Ersatzprobe</h2><div>Mit der Verschiebeprobe haben wir eine Methode kennengelernt, wie man Satzglieder erkennen kann. Ob ein Satzglied in der Nomi-, Akki- oder Dati-Rolle steht, lässt sich aber nicht immer auf den ersten Blick feststellen. Hier hilft uns die Ersatzprobe weiter.</div><div><br></div><div>Bei der Ersatzprobe ersetzen wir das Satzglied, das wir bestimmen wollen, durch ein männliches Nomen. Du kannst ein beliebiges männliches Wort wählen, aber wir benutzen hier als Beispiel «der Blumentopf». Schauen wir uns das gleich an einem Beispiel an:</div><h4><span style=\"color: rgb(102, 102, 102); font-family: inherit; font-size: 17px;\">Das Kind gibt das Bild der Frau.</span></h4><div>Beim letzten Satzglied «der Frau» handelt es sich eindeutig um Dati: Nur er verwandelt den weiblichen Artikel «die» in «der». Vor und nach Mutter Verba haben wir aber zwei neutrale Nomen: «das Kind» und «das Bild». Bei beiden heisst der Artikel einfach «das». Beide könnten also Nomi oder Akki sein.</div><div><br></div><div>In diesem Fall ersetzen wir einmal «das Bild» durch unser männliches Ersatzwort «der Blumentopf». Der Satz lautet jetzt so:</div><h4>Das Kind gibt <u style=\"\">den Blumentopf </u>der Frau.</h4><div>Da es nun «den Blumentopf» heisst, wissen wir sicher, dass es sich um Akki handelt. Denn nur er verwendet den Artikel «den». «Das Kind» ist der Täter im Satz und deshalb ganz klar in der Nomi-Rolle.</div>"}}
Wende bei den folgenden Sätzen für Nomi, Akki und Dati die Ersatzprobe an.
[{"type":"cloze","format":"text","body":"1. Der hungrige Hund klaut das saftige Fleisch.\nBeispiel: Der Blumentopf (Nomi) klaut den Blumentopf (Akki).\n2. Das blaue Velo gehört der neuen Lehrerin.\n[_Der Blumentopf] ([_Nomi]) gehört [_dem Blumentopf] ([_Dati]).\n3. Mein kleiner Bruder sucht das verlorene Spiel.\n[_Der Blumentopf] ([_Nomi]) sucht [_den Blumentopf] ([_Akki]).\n4. Der Grossvater zeigt der Enkelin das alte Foto.\n[_Der Blumentopf] ([_Nomi]) zeigt [_dem Blumentopf] ([_Dati]) [_den Blumentopf] ([_Akki]).\n5. Das weiche Kissen gefällt der Katze sehr gut.\n[_Der Blumentopf] ([_Nomi]) gefällt [_dem Blumentopf] ([_Dati]) sehr gut.\n6. Das fleissige Kind wäscht das schmutzige Auto.\n[_Der Blumentopf] ([_Nomi]) wäscht [_den Blumentopf] ([_Akki]).\n7. Die Musik gefällt dem Baby überhaupt nicht.\n[_Der Blumentopf] ([_Nomi]) gefällt [_dem Blumentopf] ([_Dati]) überhaupt nicht.\n\n\n\n"}]
Du bist jetzt schon ein richtiger Profi auf dem Gebiet der vier Fälle. Jetzt stelle dein Wissen auf die Probe! Kannst du alle Satzglieder richtig bestimmen? Beachte, dass die Reihenfolge nicht immer gleich ist.